Die französische Möbelindustrie hat gewarnt, dass ausländische Konkurrenz Druck auf einheimische Unternehmen und die Beschäftigung ausübt. Am Dienstag, dem 3. November, ergriffen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften der Branche erstmals gemeinsam das Wort und machten auf die Zukunft der Industrie aufmerksam.

Zu den Organisationen gehören L’Ameublement français, das Hersteller von Möbeln und Innenausstattungen vertritt, die Union nationale de l’artisanat des métiers de l’ameublement sowie die Gewerkschaften CFDT, CGT, FO und CFE-CGC. Cathy Dufour, Generaldelegierte von L’Ameublement français, sagte, dass 75 % der Arbeitsplätze der Branche in ländlichen Gebieten liegen.

Die Möbelverkäufe waren verhalten; die Nachfrage hängt eng mit dem Wohnungsmarkt und der Zahl der Umzüge zusammen. Die Hersteller stehen außerdem im Wettbewerb mit ausländischen Anbietern, darunter asiatischen Online-Plattformen, die Käufer mit niedrigen Preisen anlocken, während die Kaufkraft der Haushalte weiterhin eingeschränkt ist.

Die französische Branche umfasst 14.400 Unternehmen, überwiegend kleine und Kleinstunternehmen. Die Organisationen haben Bedenken hinsichtlich des Drucks auf diese Unternehmen und der von ihnen getragenen Arbeitsplätze geäußert. Dem vorliegenden Bericht zufolge schlagen sie Maßnahmen vor, um Produkte „made in France“ zu fördern; Einzelheiten zu diesen Vorschlägen werden jedoch nicht genannt.

Quellen: Le Monde Économie.