Christine Lagarde wird ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank am 7. Februar 2027 niederlegen, statt bis zum Ende ihrer Amtszeit im Oktober zu bleiben. Sie gab die Entscheidung am 29. Oktober bekannt und sagte, sie wünsche sich mehr Freiheit, sich zu Themen außerhalb der Geldpolitik zu äußern und dort zu engagieren.
Auf die Frage, warum sie vorzeitig gehe, sagte Lagarde, sie wolle nicht länger an die Neutralität gebunden sein, die von ihr in ihrer derzeitigen Rolle erwartet werde. In ihrer Antwort erwähnte sie Frankreich nicht, hatte aber zuvor gesagt, dass sie sich am Präsidentschaftswahlkampf beteiligen wolle.
Sie hat nicht klargestellt, ob sie vorhat, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu unterstützen. Ebenso wenig hat sie gesagt, dass sie selbst kandidieren werde. In einem Interview mit La Croix am 30. September bezeichnete Lagarde eine Präsidentschaftskandidatur als „keine gute Idee“. Sie verwies auf den damit verbundenen Energieaufwand und das persönliche Engagement und merkte an, dass sie 70 Jahre alt sei.
Ihre Äußerungen lassen offen, welche Rolle sie nach ihrem Ausscheiden aus der EZB im Wahlkampf übernehmen möchte.
Quellen: Le Monde Économie.