William Nordhaus, der am 30. Oktober im Alter von 85 Jahren starb, war laut dem Artikel der weltweit am häufigsten zitierte Klimawissenschaftler der Wirtschaftswissenschaften. Er teilte sich den Nobelpreis von 2018 und trug dazu bei, die globale Erwärmung in den Rahmen der neoklassischen Wirtschaftswissenschaften einzubetten. Eine CO₂-Steuer, so der Artikel, wurde zu seiner bekanntesten Empfehlung im Umgang mit dem Klimawandel.
Nordhaus war zunächst nicht für seine Arbeit zum Klima bekannt. Anfang der 1970er-Jahre war er eher dafür bekannt, „Die Grenzen des Wachstums“ zu kritisieren, einen Bericht des Club of Rome, einer internationalen Gruppe aus Wissenschaftlern, Ökonomen und Industriellen.
Sein Interesse an Kohlendioxid entstand durch den Kontakt zu amerikanischen Zukunftsforschern, die Kernenergie befürworteten. Wie sie glaubte Nordhaus, dass schnelle Brutreaktoren eine dauerhafte Lösung der Energiekrise bieten könnten.
In einem Artikel aus dem Jahr 1973 mit dem Titel „The Allocation of Energy Resources“ argumentierte er, dass es unnötig sei, Öl zu sparen, da die Kraft der Innovation nicht unterschätzt werden dürfe. Er sprach sich dafür aus, in der Gegenwart kostengünstige Ressourcen zu nutzen und zugleich in die Entwicklung schneller Brutreaktoren zu investieren. Der vorliegende Auszug enthält nicht den übrigen Teil der Erörterung seiner Klimapolitik oder der CO₂-Steuer im Artikel.
Quellen: Le Monde Économie.
